Ventilinspektion FAQ – Häufige Fragen zu Valve Sense

Valve Sense FAQ

Valve Sense ist ein vollständiges Inspektionskit im Hardcase. Enthalten sind: ein i.safe MOBILE Smartphone (IS540.1 für ATEX Ex-Zonen oder IS540.RG für Industrieanwendungen), Schallemissionssensoren, ein Wellenleiter für heiße und kalte Oberflächen, die Senseven App zur Leckageerkennung und -quantifizierung sowie Zugang zum Senseven Backoffice für Datenspeicherung, automatisiertes Reporting und Analyse.

Schallemissionsprüfung (AET) ist eine zerstörungsfreie Methode, die hochfrequente Schallwellen erkennt, die entstehen, wenn ein Medium unter Druck durch ein geschlossenes Ventil leckt. Sensoren am Ventilkörper erfassen diese Signale, die die Valve Sense KI auswertet, um Leckagen zu erkennen und deren Größe abzuschätzen – ohne Produktionsstopp.

Nein. Valve Sense erfordert das i.safe MOBILE IS540.1 (für ATEX Ex Zone 1/21) oder IS540.RG (für non-Ex Industriebereiche). Diese Geräte sind für den Einsatz in gefährlichen Umgebungen zertifiziert und verarbeiten die Schallemissionsdaten in Echtzeit. Beide sind im Lieferumfang enthalten.

Valve Sense kann für Absperr-, Regel- und Sicherheitsventile jeder Größe verwendet werden. Bei Ventilen größer als DN 100 sind mehrere Messpunkte am Ventilkörper erforderlich. Kleine Leckagen bei sehr großen Ventilen können schwieriger zu erkennen sein.

Sie müssen bestätigen, dass das Ventil geschlossen ist und ein Druckgefälle über das Ventil vorhanden ist. Vor dem Start wählen Sie das Medium und geben die Ventilgröße für die Leckagequantifizierung ein. Alle weiteren Informationen sind optional.

Valve Sense funktioniert mit nahezu allen Ventilmaterialien. Ausnahmen sind Grauguss- und Glasventile, die Schallemissionssignale dämpfen und kleine Leckagen schwerer erkennbar machen können.

Valve Sense ist für Wasser, Gas, Dampf und Druckluft optimiert. Es funktioniert auch mit anderen Medien wie viskosen Flüssigkeiten, wobei die minimal erkennbare Leckagegröße größer sein kann.

Drei Voraussetzungen müssen erfüllt sein: (1) Das Ventil muss vollständig geschlossen sein, (2) ein Druckgefälle von mindestens 1 bar muss über das Ventil vorhanden sein, und (3) die Isolierung muss entfernt sein oder direkter Zugang zum Rohr möglich sein. Die App führt Sie dann durch den Messprozess.

Ja – hoher Druck ist für Valve Sense sogar vorteilhaft. Je größer das Druckgefälle, desto stärker das erzeugte Schallemissionssignal. Ein Mindestdruckgefälle von 1 bar ist erforderlich.

Die minimal erkennbare Leckage hängt von Ventiltyp und -größe, Druckgefälle, Medium, Material und Umgebungsgeräusch ab. Für ein DN25-Gasventil bei 3 bar erkennt Valve Sense Leckagen ab 50–100 ml/min. Höherer Druck verbessert die Erkennung kleinerer Leckagen.

Ja. Valve Sense liefert eine KI-basierte Schätzung der Leckagemenge in Echtzeit auf dem Smartphone-Bildschirm. Das Ergebnis wird automatisch in den generierten Inspektionsbericht aufgenommen.

Die Valve Sense Inspektions App läuft auf dem mitgelieferten i.safe MOBILE Smartphone. Alle Inspektionsdaten werden automatisch mit dem Senseven Backoffice synchronisiert, das von jedem Browser auf Desktop oder Tablet erreichbar ist – für Reporting, Filterung und Analyse.

Ja. Nach dem Kauf von Valve Sense erhalten Bediener eine Online-Produkteinführung und absolvieren einen kurzen Test für die Bedienerzertifizierung. Der Workflow ist für Anlagenpersonal ausgelegt und erfordert keine separate, schulungsbasierte ZfP-Zertifizierung.

Eine vollständige Ventilinspektion mit Valve Sense dauert ca. 2 Minuten. Die App führt den Bediener Schritt für Schritt und liefert sofort ein Ergebnis vor Ort – einschließlich der geschätzten Leckagerate, falls eine Leckage erkannt wird.

Ja. Valve Sense Ex ist speziell für ATEX Zone 1/21 und IECEx-zertifizierte Ex-Bereiche entwickelt. Es läuft auf dem i.safe MOBILE IS540.1 – einem zertifizierten, explosionsgeschützten Smartphone für Umgebungen mit brennbaren Gasen oder Stäuben.

Die Amortisation hängt von Leckagerate, Medium, Druckverhältnissen, Energiepreisen und Prüfumfang ab. Valve Sense hilft Teams, leckende Ventile im laufenden Betrieb zu erkennen und zu priorisieren. Der wirtschaftliche Effekt sollte mit anlagenspezifischen Daten und dokumentierten Messergebnissen berechnet werden.

Traditionelle Ultraschallprüfung hängt häufig von geschultem ZfP-Personal und manueller Signalinterpretation ab. Valve Sense nutzt Schallemissionssensoren direkt am Ventilkörper, führt Bediener durch reproduzierbare Messungen und liefert KI-gestützte Ergebnisse vor Ort.

Valve Sense wird vor allem in Öl- und Gas-, Chemie-, Petrochemie-, Energie- und weiteren Prozessindustrien eingesetzt, in denen interne Ventilleckagen Sicherheit, Effizienz oder Wartungsprioritäten beeinflussen. Einsätze finden in Europa, Nord- und Südamerika, Asien und dem Nahen Osten statt.

Ja. Das Qualitätsmanagementsystem von Senseven ist nach ISO 9001:2015 zertifiziert und wird von einer akkreditierten Zertifizierungsstelle unabhängig geprüft. Das Zertifikat kann direkt von der Senseven Website heruntergeladen werden.