Wann, wie und warum wird akustische Emission industriell eingesetzt?

Was ist akustische Emissionsprüfung?
Akustische Emission beschreibt hochfrequente elastische Wellen, die entstehen, wenn in einem Material oder an einer Komponente Energie freigesetzt wird. In industriellen Anwendungen wird diese Energie mit Sensoren erfasst und analysiert, um Hinweise auf Leckagen, Risse, Reibung oder andere Auffälligkeiten zu gewinnen.
Bei Ventilen ist besonders relevant, dass interne Leckagen akustische Signale erzeugen können. Wenn ein geschlossenes Ventil Medium durchlässt, entstehen Turbulenzen und hochfrequente Schwingungen, die am Ventilkörper messbar sind.

Wann ist das Verfahren sinnvoll?
- Wenn eine Komponente im Betrieb geprüft werden soll
- Wenn Demontage oder Prozessunterbrechung vermieden werden soll
- Wenn interne Leckage oder Sitzleckage vermutet wird
- Wenn Ergebnisse standardisiert dokumentiert werden müssen
Wie läuft eine industrielle Prüfung ab?
Der Sensor wird an einer geeigneten Stelle am Bauteil platziert. Danach werden Messparameter, Prozessbedingungen und Komponentendaten erfasst. Ein digitaler Workflow kann Bediener Schritt für Schritt durch die Messung führen und sicherstellen, dass wiederholbare Bedingungen entstehen.

Bei Valve Sense wird dieser Ablauf mit mobiler Hardware, Sensorik und Software verbunden. Das Ziel ist, auch komplexe Inspektionsaufgaben für Teams im Feld einfacher, schneller und besser dokumentierbar zu machen.
Warum ist das für Instandhaltung und Betrieb relevant?
Akustische Emission liefert nicht nur ein einzelnes Messsignal. Richtig eingesetzt hilft sie, Wartungsprioritäten zu setzen, Risiken besser einzuschätzen und den Zustand kritischer Komponenten über Zeit nachvollziehbar zu machen.
Kontakt
Für technische Fragen oder eine Demo: office@senseven.ai