Wie lassen sich undichte Ventile schnell und einfach finden?

Ventilleckage: nur ein Ärgernis oder ein ernstes Problem?
Branchenerfahrungen haben gezeigt, dass 5–10 % der in Industrieanlagen installierten Ventile undicht sind und 1–2 % der Ventile 70 % des Gesamtschadens verursachen. Undichte Ventile können zu Energieverlusten, Kontamination von Prozessgütern, ungeplanten Ausfallzeiten und im schlimmsten Fall zu Gesundheits- und Sicherheitsproblemen sowie Umweltverschmutzung führen. Unentdeckte Lecks können über die Jahre zu Verlusten im sechsstelligen Bereich führen.

Heutzutage werden für die Ventilprüfung unterschiedliche Methoden eingesetzt, am häufigsten sind Prüfgeräte auf Basis von Ultraschall oder akustische Emission. akustische Emissionsprüfungen eignen sich ideal zur Erkennung von Lecks in Ventilen. Gründe hierfür sind der geringe notwendige Differenzdruck (unter 1 bar), die Robustheit gegenüber Umgebungsgeräuschen, die Tatsache, dass keine Demontage des Ventils oder Eingriffe in den Prozess erforderlich sind und die Möglichkeit, kleinste Lecks zu erkennen. Die Größe des Lecks hängt von der Viskosität des Mediums und dem Differenzdruck ab. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Anwendung der akustische Emission zur Ventilinspektion stark weiterentwickelt und es wurden europäische und globale Standards implementiert (z. B. ISO 18081).
Soweit so gut, aber ist es wirklich so einfach, undichte Ventile zu erkennen?

Senseven hat mit verschiedenen Unternehmen aus verschiedenen Branchen gesprochen, die mit dem Problem konfrontiert sind. Obwohl die akustische Emission ein gängiger Standard für die Ventilinspektion ist und Inspektionsgeräte leicht zu kaufen sind, kämpfen Unternehmen in der Praxis immer noch mit folgenden Punkten:
- Auf dem Markt erhältliche tragbare Geräte sind sperrig und verfügen über eingeschränkte Funktionen.
- Das Inspektionsteam muss erfahren und geschult sein, um die Messung korrekt durchführen zu können.
- Leichte Verkippungen des Sensors oder fehlendes Koppelmaterial führen zu großen Abweichungen.
- Informationen über das Ventil (z. B. Größe, Innendurchmesser) oder den Prozess (Medium) können nicht einfach abgerufen werden.
- Die Interpretation des akustischen Emissionssignals ist sehr zeitaufwändig und hängt von der Erfahrung der Person ab, die die Arbeit ausführt.
- Die Leckrate kann derzeit nur geschätzt werden.
Sollte die Digitalisierung im 21. Jahrhundert die Ventilprüfung nicht einfacher machen?
Senseven geht nun einen neuen Weg und kombiniert die etablierte Technologie der akustischen Emission mit Maßnahmen der Digitalisierung.
„„Wir haben die klare Mission, jedem die Möglichkeit zu geben, Industrieanlagen mit unserer Lösung zu inspizieren“, sagt Michael Hettegger, Mitbegründer und CEO von Senseven. „In einer Welt, in der Industrie 4.0 in aller Munde ist, sollten Unternehmen in der Lage sein, ihre eigenen Vermögenswerte regelmäßig zu überprüfen, Daten standardisiert und strukturiert zu erfassen und zu speichern und aus den gesammelten Informationen die Auswirkungen eines Schadens abzuleiten und Berichte direkt vor Ort zu erstellen.“
Senseven unterstützt seine Kunden auf diesem Weg, indem es ihren Inspektionsprozess vereinfacht:
- Senseven bietet eine handliche, digitale Lösung basierend auf einem Smartphone, akustische Emissionssensoren und offenen Softwareschnittstellen.
- Ventile werden über RFID-Tags (oder QR-Codes) identifiziert und über Asset-Management-Systeme wird auf relevante Daten über den Prozess zugegriffen.
- Bediener werden von der Senseven-App durch den Inspektionsprozess geführt.
- Die Ergebnisse werden direkt vor Ort geliefert.
- Berichte werden automatisch basierend auf ISO 18081 generiert.
- Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung einer KI-Datenbank können Unternehmen das Ausmaß des Schadens (z. B. Größe der Leckage) ermitteln.
Senseven freut sich auf weitere Mitreisende auf der Reise, um ihrem Wartungspersonal die Ventilinspektion zu erleichtern.