Wie lässt sich Leckageerkennung an Ventilen standardisieren?

In der Welt der Industriearmaturen ist die Aufrechterhaltung einer optimalen Funktionalität von entscheidender Bedeutung, um einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten, wirtschaftliche Verluste zu vermeiden und die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter zu schützen. Studien zeigen jedoch, dass 5–10 % der Industrieventile intern undicht sind und die Lecksuche relativ komplex ist.
Eine moderne, aber etablierte NDT-Methode zur Prüfung von Ventilen auf interne Lecks ist die akustische Emissionsprüfung. Bestehende Lösungen weisen jedoch einige Einschränkungen auf, und Interviews mit Experten, die Feldinspektionen durchführen, haben gezeigt, dass sie vor Herausforderungen stehen, wie z. B. der Verwendung der richtigen Messpunkte, der Bestimmung der richtigen Messdauer, der Anwendung des richtigen Drucks beim Platzieren des Sensors und schließlich der Übermittlung von Daten und der Interpretation der Ergebnisse. Darüber hinaus ist die Lecksuche derzeit in hohem Maße auf Expertenwissen wie Hören, Sehen und andere Sinne und Erfahrungen angewiesen, um die Erkennung von Ventillecks zu beurteilen.
In unserer Forschung der letzten Jahre haben wir daher vier Schlüsselpunkte identifiziert, die unserer Meinung nach wesentlich/entscheidend sind, um Ventilprüfprozesse standardisierter, schneller und zuverlässiger zu machen:
- Standardisierte Datenerfassung
- Ein einfacher Inspektionsprozess, um die Abhängigkeit von reinem Expertenwissen zu lösen
- Digitale Funktionen zur Datenverarbeitung und Dateninterpretation
- Strukturierte Datenspeicherung und standardisiertes Reporting
1) Standardisierte Datenerfassung
Um Inspektionsdaten strukturiert zu speichern und Trends im Zeitverlauf zu analysieren, sind strukturierte Metadaten vor Beginn des Messvorgangs unerlässlich. Unser Ansatz basiert auf der Verwendung von RFID-Tags oder vordefinierten Eingabemasken. Dies vereinfacht die Handhabung für den Benutzer, da die Daten nur einmal eingegeben werden müssen und später automatisch vom System erkannt werden oder durch Scannen des RFID-Tags abgerufen werden können. Gleichzeitig wird sichergestellt, dass unterschiedliche Prüfungen für das gleiche Ventil strukturiert zugeordnet werden können.
2) Einfacher Inspektionsprozess
Wie bereits erwähnt, haben Gespräche mit Fachleuten gezeigt, dass sie vor verschiedenen Herausforderungen stehen, wie z. B. den richtigen Messpunkten, der richtigen Messdauer, der Übermittlung von Daten und der Interpretation der Ergebnisse usw. Mit unserem digitalisierten Ansatz zur Ventilinspektion versuchen wir, diese Herausforderungen zu meistern, indem wir einen softwaregesteuerten Inspektionsprozess verwenden, der den Benutzer Schritt für Schritt durch den Messprozess führt.

3) Digitale Funktionen zur Datenverarbeitung und -auswertung
In Zeiten des Fachkräftemangels wird es für Unternehmen immer schwieriger, sich ausschließlich auf menschliches Fachwissen zu verlassen. Bei der Ventilinspektion besteht die größte Herausforderung für Prüfer in der Interpretation der Messdaten. Um die Eigenschaften der Wellenform zu analysieren und den Zustand eines Materials oder einer Struktur zu beurteilen, sind eine spezielle Ausbildung und umfassende Erfahrung erforderlich. Darüber hinaus ist die Generierung reproduzierbarer Ergebnisse (objektiv, nicht subjektiv) eine entscheidende Komponente, wenn Ergebnisse ausschließlich von menschlichem Fachwissen abhängen.
Algorithmen und künstliche Intelligenz haben sich in den letzten Jahren zu leistungsstarken Werkzeugen entwickelt, um diese Komplexität zu überwinden und den Umgang mit großen Datenmengen zu erleichtern. Es wurden bereits mehrere Experimente durchgeführt, bei denen künstliche Intelligenz mit akustischen Emissionstests kombiniert wurde. Unser Ansatz basiert zudem auf den neuesten Technologien. Neben modernsten akustische Emissionssensoren, die bestimmte Geräusche bereits unterdrücken können, nutzen wir Signalverarbeitungstechnologie, um das Signal-Rausch-Verhältnis und damit die Gesamtgenauigkeit der Signalanalyse weiter zu verbessern.
Um die Herausforderung bei der Interpretation von Messergebnissen zu meistern, werden Erkennungsalgorithmen verwendet, um Anomalien genau zu identifizieren und dem Benutzer sofort zu melden, ob ein Ventil undicht ist oder nicht.

4) Strukturierte Datenspeicherung und standardisiertes Reporting
Um den Verlust von Wissen und Daten zu vermeiden, ist unserer Meinung nach eine strukturierte Datenverwaltung für alle Inspektionen erforderlich. Mit unserer Lösung werden alle Inspektionsdaten automatisch in einem cloudbasierten Backoffice synchronisiert, wo das Wartungspersonal weitere Analysen durchführen oder automatisch standardisierte Berichte nach ISO erstellen kann. Dieser Ansatz erleichtert den Aufbau einer Datenbank mit einer großen Anzahl verschiedener Inspektionen kritischer Vermögenswerte. Und hilft dem Wartungsmanagement, Probleme frühzeitig zu erkennen und schnell entsprechende Entscheidungen zu treffen.
Wenn Sie mehr darüber erfahren und besprechen möchten, wie Ihre Prüfprozesse standardisierter werden können, nehmen Sie Kontakt mit uns auf: office@senseven.ai oder finden Sie weitere Informationen unter www.senseven.ai