Aktiver Ultraschall vs. akustische Emission: zwei zerstörungsfreie Prüfverfahren im Vergleich

Zerstörungsfreie Prüfung mit unterschiedlichen Ansätzen
Aktiver Ultraschall und akustische Emission gehören beide zur zerstörungsfreien Prüfung. Sie werden jedoch für unterschiedliche Fragestellungen eingesetzt. Der wichtigste Unterschied liegt darin, ob das Prüfverfahren selbst ein Signal in das Bauteil einbringt oder ob es Signale misst, die aus dem Prozess beziehungsweise aus der Komponente entstehen.
Aktiver Ultraschall
Beim aktiven Ultraschall wird ein Signal in das Material gesendet und die Antwort ausgewertet. So lassen sich beispielsweise Wanddicken, Materialfehler oder geometrische Veränderungen untersuchen. Das Verfahren ist stark, wenn gezielt Strukturinformationen über ein Bauteil benötigt werden.
Akustische Emission
Akustische Emission ist passiv. Das Verfahren misst Signale, die während eines Ereignisses entstehen, zum Beispiel wenn Medium durch ein geschlossenes Ventil strömt. Für Ventilleckageerkennung ist das besonders relevant, weil die Leckage selbst das messbare Signal erzeugt.
- Aktiver Ultraschall: Signal wird eingebracht und reflektiert
- Akustische Emission: Signal entsteht durch den Prozess oder Schaden
- Aktiver Ultraschall eignet sich für Material- und Geometrieprüfungen
- Akustische Emission eignet sich für Ereignisse wie Leckage oder Risswachstum
Welche Methode ist die richtige?
Die Auswahl hängt vom Prüfziel ab. Wer wissen will, ob ein Ventil intern durchlässt, profitiert von akustischer Emission. Wer Wanddicken oder Materialzustände untersuchen möchte, wird eher aktiven Ultraschall einsetzen. In vielen Instandhaltungsstrategien ergänzen sich beide Verfahren.
Kontakt
Für technische Fragen oder eine Demo: office@senseven.ai